Altfriedländer Teiche
Der Naturpark Märkische Schweiz ist seit 1997 nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten besonders geschützt. Davon ausgenommen sind lediglich die im Naturpark liegenden Siedlungsbereiche. Die Auszeichnung als europäisches Vogelschutzgebiet unterstreicht die hohe Bedeutung des Naturparks als Lebensraum für viele bedrohte und gefährdete Vogelarten. Neben den Brutvögeln stellt das vielfältige Mosaik aus unterschiedlichen Lebensraumtypen einen wichtigen Trittstein für Zugvögel während ihrer langen Reise zwischen Sommer- und Winterquartier dar. Insgesamt konnten im Naturpark Märkische Schweiz über 247 Vogelarten nachgewiesen werden. Innerhalb dieses Schutzgebietes nehmen die Altfriedländer Teiche und Seen für die heimische Avifauna eine besondere Stellung ein.
Insbesondere im Oktober und November suchen bis zu 30.000 Saat- und Blässgänse dieses Gebiet auf. Für viele rastende Limikolen bieten die sich nach dem Abfischen und Ablassen der Teiche bildenden Schlammflächen (bis zu 150 ha) ideale Bedingungen. Darunter sind auch viele z. T. sehr seltene Limikolenarten. So können im November Ansammlungen von bis zu 3.000 Kiebitzen beobachtet werden. Darüber hinaus sind Krick-, Pfeif-, Reiher- und Tafelenten sowie Gänsesäger hier zu bewundern. Dieses Gewässersystem ist des Weiteren ein bedeutsamer Brutplatz für die Graugans (bis 50 Brutpaare). Auch findet sich hier einer der wenigen mitteleuropäischen Binnenlandstandorte an denen die Silber- und Weißkopfmöwe brütet. Der Bestand der ebenfalls hier brütenden Flussseeschwalbe und Lachmöwe unterliegt dagegen mehrjährigen Fluktuationen.
Für den NABU Regionalverband Strausberg-Märkische Schweiz e.V. und den Verein für Ornithologie und Vogelschutz Märkische Schweiz e.V. ist die Betreuung und Entwicklung dieses Gebietes daher von höchstem Interesse. Auf diesen Seiten möchten wir Sie daher über unsere Arbeit und die Besonderheiten dieses Vogelschutzgebietes informieren.

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